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Spynamics Kurse sind für das FrühlingsSemester 2016 vorgesehen

Spynamics

Spynamics basiert auf einer alten, traditionellen „Knochen-Einricht-Methode“, die im Allgäu immer von einer Generation zur anderen überliefert wurde. Herrn Dieter Dorn, einem sehr engagierten Laienbehandler, ist es zu verdanken, dass die Methode einem großen Kreis interessierter Laien und Fachleuten zugänglich gemacht wurde.

Das Prinzip der DORN-Methode ist für die Behandler, die aus der Chiropraktik kommen, absolut revolutionär. Ich werde das  im Laufe des Kurses   im Einzelnen erläutern.


Nachdem ich einige Monate mit der DORN Methode gearbeitet hatte, habe ich diese Methode systematisiert und den Gegebenheiten der Praxis angepasst. Dabei stellte sich heraus, dass eine neue, eigenständige Behandlungsmethode entstanden war. Da ich diese Methode auch in den USA unterrichte, habe ich einen „amerikanisierten“ Namen  dafür gewählt. Da es mit „spine“ (Wirbelsäule) und „dynamic“ (Dynamik)  zu tun hat, habe ich diese Methode „Spynamics“ genannt.

 

Bevor nun Spynamics im Einzelnen beschrieben wird, soll die Anatomie und Physiologie des Bewegungsapparates diskutiert werden.

 

 

Die gesunde Wirbelsäule

 

Die Wirbelsäule ist so konzipiert, das sie Schutz für das Rückenmark bietet. Gleichzeitig ist sie eine S-förmige Feder, die jede Erschütterung vom Kopf abhält. Die einzelnen Wirbel werden mit den Bandscheiben abgepuffert.

 

Die Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbeln, 12 Brustwirbeln und 5 Lendenwirbeln. Sie sitzt senkrecht auf dem Kreuzbein, das zusammen mit der Darmbeinschaufel und dem Schambein den Beckengürtel bildet. Ein Relikt aus Urzeiten stellt das Steißbein dar. Einige Forscher behaupten, es seien Rudimente eines Schwanzes, der bei der Entwicklung vom Affen zum Menschen verloren gegangen sei.

 

Eine gesunde Wirbelsäule ist übrigens immer schmerzfrei, selbst wenn sie beansprucht wird und wenn Lasten getragen werden.

 

 

Die gesunden Gelenke

 

Das Anhangskelett besteht aus dem Schultergürtel und dem Beckengürtel, Armen, Beinen, Händen und Füssen. Der Schultergürtel besteht beidseitig aus Schlüsselbein, Schulterhöhe und Schulterblatt. Die Gelenke sind entweder echte Gelenke, wie

Kugelgelenke (Hüfte, Schulter),

Sattelgelenke (Daumen)

Drehgelenke (zw Elle und Speiche) oder

Scharniergelenke (Ellbogen, Knie, Hand und Sprunggelenk) oder unechte Gelenke, sog. Flachgelenke wie am Brustbein oder beim Ileo Sakral gelenk .

Die Wirbelgelenke nehmen aufgrund ihrer besonderen Aufgaben eine Sonderstellung ein. Atlas und Axis (Halswirbel C1+C2) ermöglichen eine Drehung des Kopfes in jedwede Richtung (auf und ab, rechts und Links) aber keine totale Rotation.

 


Die Statik

Belastungsspirale nach Froneberg

 

 

Sind die Beine gleich lang und ist das Becken im Lot, dann stimmt die Statik.

 

Bei der geringsten Abweichung stimmt die gesamte Statik nicht mehr. Der Muskelapparat versucht die aufrechte Haltung beizubehalten und schafft über Fehlhaltungen einen Ausgleich.

 

Angenommen, den selteneren Fall, dass ein Bein tatsächlich länger wäre als das andere. Das kommt hauptsächlich nach Unfällen vor. Dann steht - logischerweise - das Becken schief. Die Wirbelsäule, die ja darauf angelegt ist mit genau 90 ° aus dem Beckengürtel nach oben zu zeigen, muss nun seitliche Krümmungen machen um die aufrechte Haltung zu gewährleisten. Das hat zur Folge, dass sich sogenannte Belastungsspiralen bilden, die charakteristische Muskel-Verhärtungsmuster in der Rückenmuskulatur verursachen. Ist die Statik lange Zeit gestört, treten Schmerzen auf. Die Schmerzen kommen, vereinfacht ausgedrückt, dadurch zustande, dass die Nerven bei ihrem Austritt aus der Wirbelsäule unter Druck geraten und Schmerzsignale aussenden. Hält dieser Zustand zu lange an, treten Organ-Fehlfunktionen oder Organ-Schädigungen im entsprechenden Segment auf.

 

Nun gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie die Statik beeinträchtigt werden kann.

 

Fehler in der Statik

 

Was passiert,

wenn das Fussgewölbe nicht stimmt?

 

Plattfüsse


Plattfüße haben keine Halt im Längsgewölbe der Füße. Der Fuß kippt nach innen, belastet das mediale Kniegelenk und das laterale Hüftgelenk. Dadurch verschiebt sich das Ileo Sakral Gelenk nach ventral und es bildet sich ein Hohlkreuz. Das heißt, die natürliche Lordose ist verstärkt und der untere Wirbelapparat kommt unter Druck. Zum Ausgleich bildet sich dann eine Hyper-Kyphose (typische Beispiel: Karl Valentin

Karl Valentin

Ein ähnliches Belastungsmuster findet sich auch beim Hallux Valgus

 

 

Spreizfüsse


Spreizfüße haben keinen Halt im Quergewölbe der Füße im Zehengrundgelenk. Der Fuß kippt deswegen nach außen, belastet das laterale Kniegelenk und das gesamte Hüftgelenk. Dadurch verschiebt sich das Ileo Sakral Gelenk nach dorsal und es bildet sich eine Hypolordose. das heißt die natürliche Lordose ist vermindert und der obere Wirbelapparat kommt unter Druck.

 

Gelenk-Subluxation


Was ist eine Sub-Luxation? Alle Kugel- und Sattelgelenke erlauben eine Beugung von kleiner als 90 °.  Bei der rechtwinkligen Beugung kommt es zu einer physiologischen (von der Natur so gewollten) Sub-Luxation. Das bedeutet: Das Gelenk tritt ein wenig aus der Gelenkpfanne (oder dem Sattel) um die Bewegung zu ermöglichen. Wird das Gelenk wieder in die Streckung gebracht, ziehen gesunde Sehen das Gelenk in die ursprüngliche Position zurück, Wenn dies aufgrund ungenügender Sehnenleistung (zB bei Überlastung) nicht mehr vollständig geschieht, wird die Subluxation zum Dauerzustand. Ist diese Sub-Luxation (wie das  an den Beinen meistens der Fall ist) einseitig, verursacht sie einen Beckenschiefstand. Der Fehler in der Statik transportiert sich dann über die Belastungsspirale nach oben und kann Störungen, wie zB Kopfschmerzen verursachen.

 

was passiert wenn.....


das ein Bein-Gelenk

an Knöchel, Knie, oder Hüfte subluxiert ist?


...dann scheint das Bein mit dem subluxierten Gelenk länger zu sein als das andere, obwohl alle Knochen gleich lang sind. Mittels der Spynamics Technik werden die sub-luxierten Gelenke wieder in die richtige Postion gebracht. Im nachfolgenden Längenvergleich sind die Beine dann erwartungsgemäß gleich lang

 


Fehlstellungen+Erkrankungen d.Wirbelsäule

 

 

 

Das Hohlkreuz


Das Hohlkreuz ist oft die Folge einer Fehlstellung des Fussgewölbes. Der Plattfuß verursacht das Hohlkreuz. Nach dem Einrichten der Füße, sollten Einlagen getragen werden und es sollte geeignete Fuss-Gymnastik betrieben werden.

 

Die Skoliose


Ist eine Drehung der Wirbelsäule um ihre eigenen Achse. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade. Oft resultiert die Skoliose bereits aus einer Fehlstellung er Füße. Mit Reflexzonentherapie am Fuß (Nervenreflexzonen nach Froneberg) und Spynamics lassen sich leichte Fälle komplett beheben, schwere Fälle (Hyperkyphose=Buckelbildung) lassen sich deutlich mildern. Die Skoliose wird in dem meisten Fällen beschwerdefrei.

 

Lumbago

oder Hexenschuss ist eine Blockade der Rückenmuskeln mit typischer Fehlhaltung und starken Schmerzen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit. Lumbago resultiert immer aus einer Fehlversorgung, die ihre Ursache in der Statik und der mangelhaften muskulären Stütze der Wirbelsäule hat.

 

Morbus Scheuermann

Morbus Bechterew


sind Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. Es kommt nach entzündlichen Schüben zur Verknöcherung bzw. Spangenbildung in der Wirbelsäule. Das führt über Jahre hinweg zur totalen Bewegungsunfähigkeit. Regelmäßige, lebenslange, Behandlung kann das Krankheitsbild deutlich mildern und den Verlauf verlangsamen.

 


Ursachen für Fehlstellungen

 

Einseitige Arbeitshaltung

Zum Glück gibt es ein das Berufsbild, des Ergonomikers, der Firmen berät, wie die Mitarbeiter positioniert werden sollen, damit keine Schäden an der Wirbelsäule und an Muskeln und Gelenken entstehen.

 

Rechtshänder (Linkshänder) -

typische Probleme:


Dauernde Belastung einer Seite, zB der rechten Hand und Schulter führen zur Epikondylitis (Tennisellbogen, pseudoradikuläre Epikondylitis), zu muskulärem Hartspann am Trapezius und zu Verspannungen an der HWS und zu einer dauernde Schiefstellung der HWS. Eine schiefgestellte HWS hat wiederum Auswirkungen auf die BWS und letztlich auch auf die LWS und den Beckengürtel. Deshalb lässt sich zB die Frage, ob eine Schiefstellung der HWS einen Hallux valgus auslöst, oder ob der Hallux valgus die Ursache für eine HWS Schiefstellung ist nicht eindeutig beantworten.

Linkshänder-typische Probleme können analog betrachtet werden

 

Belastungsspirale nach Froneberg

Jede einseitige Belastung an der Wirbelsäule hat eine Belastungsspirale zur Folge. Wird sie frühzeitig erkannt und aufgelöst, bleiben keine Dauerschäden. Bleibt die Belastungsspirale lange Zeit bestehen, kann sich daraus eine Organsdysfunktion und ein Organschaden im entsprechende Segment entwickeln.

Mögliche Reaktionen auf die Belastungsspirale sind Krankheiten, die aufgrund von Wirbelsäulen Fehlstellungen auftreten können

 

Nachfolgend wird dargestellt, was an den einzelnen Wirbeln beachtet werden sollte

 


Belastungen der Halswirbelsäule


C1

Wenn der Atlas entweder als Folge einer Belastungsspirale oder als Folge eines Traumas in einer Fehlstellung ist, so können Kopfschmerzen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Gedächtnisschwund, chronische Müdigkeit und Schwindel auftreten

 

C2

ist die Axis nicht in der lotrechten Position hat dies Auswirkungen auf die Sinnesorgane. Es können Nebenhöhlenentzündungen, Allergien, Schielen, Taubheit, Augenleiden, Ohrenschmerzen, Ohnmachtsanfälle und wirbelsäulenbedingte Blindheit die Folge sein.

 

C3

Wenn C3, der dritte Halswirbel nicht richtig sitzt, hat das Auswirkungen auf die Gesichtsnerven. Trigeminus-Neuralgie, Nervenentzüdnung, Akne oder auch Ekzeme sind evtl. die Folge

 

C4

Der vierte Halswirbel hat eine besondere Beziehung zu Nase und Ohren. Sitzt C4 nicht richtig, können Heuschnupfen, Katarrh, Taubheit oder Polypen entstehen

 

C5

Der fünfte Halswirbel ist mit seinen austretenden Nerven für den Hals zuständig. Sitzt dieser Wirbel falsch können chronische Kehlkopfentzündung, Heiserkeit oder Halsschmerzen die Folge sein.

 

C6

Die Nerven, die bei C6 aus der Wirbelsäule kommen, ziehen in den Nacken, Oberarm, Hals und die Bronchien. Demzufolge können bei Fehlstellung des C6 einen steifer Hals, Oberarmschmerzen, Ellbogenschmerzen bis in die Hand, Mandelentzündung, länger dauernden Keuchhusten bzw. Krupphusten auftreten

 

C7

Sitzt der „vertebra prominens“ - der siebte Halswirbel - falsch, dann hat das Auswirkungen in die Schilddrüse. Manchmal hilft auch das Einrichten des C7, wenn eine Erkältung im Ansatz gestoppt werden soll.


Hormonbuckel


Sitzen C5-6-7 und B1-2 buckelförmig, spricht man im Volksmund vom Hormonbuckel, Witwenbuckel oder Altweiberbuckel. Tatsächlich findet man diese Veränderung vermehrt bei Frauen jenseits der Menopause. Eine regelmäßige Behandlung mit Spynamics und regelmäßig Gymnastik beugt dieser Fehlstellung vor. Die Beschwerdebilder des Hormonbuckels sind bei den einzelne Wirbeln ausführlich beschrieben.

 

Belastungen der Brustwirbelsäule



B1

Der erste Brustwirbel hat Bezug zu den oberen Bronchien und zu den distalen Armpartien. Wird der erste Brustwirbel nach einer Fehlstellung wieder eingerichtet, kann Asthma, Husten, Kurzatmigkeit gebessert werden bzw. ganz verschwinden. Außerdem können Schmerzen im Unterarm und in den Händen günstig beeinflusst werden.

 

B2

Die Nerven bei B2 versorgen den oberen Brustkorb. Bei funktionellen Herzbeschwerden oder Mastopathie (Beschwerden in der weiblichen Brust) ist es sinnvoll den zweiten Brustwirbel einzurichten.

 

B3

Der dritte Brustwirbel ist ebenfalls für die Innervierung des Brustkorbes zuständig. Bei Bronchitis, Rippenfellentzündung, Lungenentzündung und Grippe findet sich dieser Wirbel oft unter Spannung und die aufgeführten Symptome lassen sich oft mit seiner Einrichtung korrigieren

 

B4

Der vierte Brustwirbel versorgt den unteren Brustkorb bis zum Rippenbogen. In diesem Segment lassen sich Gallenleiden, Gelbsucht und sogar Gürtelrose beeinflussen.

 

B5

Der fünfte Brustwirbel ist für die Oberbauchorgane Leber und Milz zuständig. Leberleiden, Fieber (wegen dem Milzbezug), niedriger Blutdruck, Anämie, Kreislaufschwäche und sogar Arthritis lassen sich mit dem Einrichten positiv beeinflussen.

 

B6

Der sechste Brustwirbel ist der Wirbel, der bei chronischen Magenbeschwerden immer dislociert gefunden wird. Manchmal hilft das Einrichten alleine bereits akute Magenschmerzen sofort und dauerhaft auszuschalten. Das gilt auch für Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen.

 

B7

Der siebte Brustwirbel ist ebenfalls dem Magen zugeordnet. Magen- und Zwöffingerdarmgeschwüre lassen sich von dort aus behandeln.

 

B8

der achte Brustwirbel steht für das Milzsegment und sollte immer dann überprüft und ggfls eingerichtet werden, wenn unklare Abwehrschwächen oder Allergien vorliegen.

 

B9

Bei Allergien oder Nesselsucht kann es auch sein, dass der 9. Brustwirbel (Bezug zu den Nebennieren) verschoben ist

 

B10

Über den zehnten Brustwirbel lassen sich Nierenbeschwerden, Arterienverkalkung, chronische Müdigkeit, Nierenbeckenentzündung und die Neigung zu Nierensteinen behandeln.

 

B11

Der elfte Brustwirbel hat eine starke Beziehung zu Hauterkrankungen. Akne, Pickel, Ekzeme, chronische Furunkel sprechen besonders gut auf die Einrichtung des B11 an.

 

B12

Der zwölfte Brustwirbel reicht mit seinen Nervenenden in den Bauchraum und es lassen sich damit Rheuma, Blähungen und sogar wirbelsäulenbedingte Unfruchtbarkeit behandeln.

 

 

Belastungen der Lendenwirbelsäule

 

L1

der erste Lendenwirbel beeinflusst die Funktion des Darmes und sollte bei Verstopfung, Kolitis, Leistenbruch oder Durchfall kontrolliert werden.

 

L2

Ist der zweite Lendenwirbel in seiner Funktion beeinträchtigt, können Krämpfe im Bauch und Atembeschwerden (Roemheld Syndrom) auftreten. Wird der zweite Lendenwirbel eingerichtet, lassen sich diese Probleme beheben. Das Einrichten des ersten und zweiten Lendenwirbels kann auch Krampfaderbeschwerden deutlich verringern.

 

L3

Der dritte Lendenwirbel hat Bezug zum Unterbauch. Daher lassen sich alle Symptome wie Blasenleiden, Menstruationsbeschwerden, Neigung zu Fehlgeburten, Bettnässen, Impotenz, Wechseljahrbeschwerden und ausserdem noch Kniebeschwerden behandeln, wenn der dritte Lendenwirbel eingerichtet wird.

 

L4

Der vierte Lendenwirbel hat Nierenbezug. Es lassen sich alle damit zusammen hängende Symptome wie Ischias, Hexenschuss, häufiges oder schmerzhaftes Wasserlassen und Rückenschmerzen durch seine Reponierung behandeln.

 

L5

Die Nervenversorgung der Beine hängt von der richtigen Stellung des fünften Lendenwirbels ab. Bei mangelhafter Durchblutung der Waden, geschwollenen Knöcheln, schwachen Fussgewölben und Sprunggelenken, schwachen und kalten Füssen oder Wadenkrämpfen kann durch Einrichten versucht werden diese Symptome zu beheben.

 



Kreuzbein

Das Kreuzbein und das Ileosacralgelenk ist für die gesamte Statik von enormer Wichtigkeit. Daher ist das Einrichten des Ileosacralgelenks  für die richtige Stellung von Hüften und Wirbelsäule unerlässlich.



 

Steißbein

Wenn das Steißbein durch Beckenverwringung oder durch Unfall verschoben ist, kann es zu starken Beschwerden beim Sitzen kommen. Wenn Hämorrhoiden therapieresistent sind, sollte man daran denken den Sitz des Steißbeins zu prüfen.

 

 

Die Körpersprache und die Wirbelsäule

 

Nicht erst seit Luise Hayes ist bekannt, dass sich seelische Befindlichkeiten als Beschwerden im Körper niederschlagen können. Da sind viele Symptome, die wir auch in unserem Sprachgebrauch wieder finden, wie zB:

Etwas nicht mehr sehen können.....Augenprobleme

Etwas verdauen müssen oder nicht mehr schlucken wollen .....Hals,

Die Nase voll haben..Nase ist verstopft

Es geht was an die Nieren...Nieren schmerzen, oder

Es läuft einem eine Laus über die Leber...Leber/Galle Probleme

Sind die Gelenke steif, findet man bei den Patienten häufig auch eine Inflexibilität im Denken....

Hüftprobleme haben oft mit Schwierigkeiten im Verhältnis zu den Eltern zu tun,

Ist die untere Wirbelsäule versteift und schmerzhaft, liegt es oft daran, dass sich der Betroffene im übertragenen Sinne mit dem eigenen Standpunkt schwer tut und

beim Hexenschuss (Lumbago) ist oft auch eine gewisse Erstarrung in den Denkmustern zu finden.

Viele Frauen mit der Doppelbelastung, Haushalt und Beruf, leiden unter Beschwerden der oberen Wirbelsäule. „Die Last, die man auf den Schultern trägt“ ist das manifestiert. Wer es jedem recht machen möchte legt meistens den Kopf schief. Beim rheumatischen Schiefhals hat sich diese Fehlhaltung manifestiert.

Wen ein Patient dauernd krank ist, sollte auch die Familiensituation beleuchtet werden. Oft haben diese Patienten die „Rolle des Kranken“ in der Familie besetzt. Eine Familienaufstellung nach Hellinger kann da Überraschendes zutage fördern.

 

 

SPYNAMICS UND CHIROPRAKTIK

 

Mit Spynamics lassen sich fast alle Wirbelsäulenbeschwerden lindern. Sogar verrutschte Bankscheiben werden bei konsequenter Behandlung wieder „zurecht gerückt“. Das ist ein großer Vorteil gegenüber der Chiropraktik, deren Indikationen doch sehr eingeschränkt sind.

 

Ich bin seit 1976 Heilpraktiker und habe 20 Jahre lang mit wechselndem Erfolg Chiropraktik betrieben. Wohl wissend um die Grenzen der Chiropraktik, war ich schon immer darauf bedacht, den Bänderapparat nicht zu sehr zu strapazieren und die Patienten immer optimal auf das „Einrenken“ vorzubereiten. Doch, wie der Name „Einrenken“ schon sagt, es war immer mit mehr oder weniger Gewalt verbunden.

 

Was ist

bei Spynamics nun grundlegend anders?

 

Die Untersuchungsmethode


Die Untersuchungsmethode zur Feststellung der Wirbelfehlstellung ist bei Spynamics ganz und gar anders als bei der Chiropraktik. Beide Methoden vergleichen zwar die Beinlängen, aber in der Beurteilung liegt der Unterschied. Es gibt bekanntermaßen das Phänomen ungleich langer Beine, zB nach Unfällen. In den meisten Fällen ist es aber eine Subluxation eines oder mehrere Gelenke, die ein Bein länger als das andere schienen lässt.


Bei der Chiropraktik werden beide Beine am liegenden Patienten in die Länge gezogen. Der Behandler vergleicht anhand der Stellung der inneren Knöchel die Beinlänge und prüft ob beide Beine gleich lang sind. Ist ein Bein kürzer, so wird mit speziellen Griffen versucht, dieses Bein auf die gleiche Länge wie das scheinbar längere Bein zu ziehen.


Bei Spynamics lässt der Patient die Schuhe an und legt sich auf die Liege. Dann wird mit einer speziellen Technik, die in meinen Kursen gelehrt wird, die Beinlänge verglichen. Dies geschieht einmal horizontal und einmal vertikal und lässt damit schon Rückschlüsse auf den Sitz der Subluxation bzw. Blockade zu.

 

Ist zB nun das rechte Bein länger, so wird dies mit speziellen Griffen „verkürzt“

 

Man beachte den Unterschied.

In der Chiropraktik

wird das kürzere Bein „verlängert“

In der Spynamics

wird das längere Bein „verkürzt“

 

Technik

 

Wie das geht?


Nun, es werden die Subluxationen, die zu der scheinbaren Verlängerung des Beines geführt haben, reponiert. Hier hat es schon Unterschiede bis zu 5 cm gegeben, die in einer Sitzung nur mittels Reponierung eines Gelenkes ausgeglichen werden konnten. Manchmal scheinen sogar beide Beine gleich lang zu sein und erst die Einrichtung eines Beines zeigt, dass eigentlich beide Beine in der Subluxation gewesen sein müssen. Richtet man dann das zweite Bein auch ein, hat man wieder stabile Verhältnisse.

 

Subluxationen


Wie kommt es zu Subluxationen?

Immer wenn ein Gelenk auf einen Winkel kleiner als 90 ° abgewinkelt wird geht das Gelenk in eine „physiologische“ Subluxation Ein gesunder Bänderapparat zieht das Gelenk bei der Streckung wieder in die ursprüngliche Position zurück. Wenn nun aufgrund von Fehlhaltungen und Sehnenproblemen das Gelenk nicht selbsttätig reponiert, also subluxiert bleibt, kann es mit Spynamics wieder in die richtige Postion reponiert werden.



Vorgehensweise


Am günstigsten ist es, vor allem, wenn ein Patient das erste Mal kommt, alle Gelenke auf Subluxationen zu prüfen. Der Behandler sollte immer von unten nach oben arbeiten. Es steht nicht zu befürchten, dass „zuviel“ reponiert wird, denn mehr wie gut sitzen kann das Gelenk nicht...

 


Behandlung des Sprunggelenks


Zunächst wird das Sprunggelenk reponiert.

Dazu wird der Fuß mit der Ferse fixiert und das Sprunggelenk in zwei Rotationsbewegungen in das Gelenk hineingedreht. Diese Übung kann der Patient auch selbst erlernen. Er sollte sich dazu im leichten Ausfallschritt hinstellen und den vorderen Fuß mit einer Inn- und einer Aussenrotation selbst einrichten.

Angenommen der erneut vorgenommene Beinlängenvergleich bringt keine Änderung....dann wird das Kniegelenk reponiert.

 

Behandlung des Kniegelenks


Dazu wird beim liegenden Patienten das gestreckte Bein leicht angehoben, das Knie zu 90 ° abgewinkelt und - während der Ober- und Unterschenkel mit je einer Hand fixiert wird, wird das Kniegelenk in der Streckung zusammengeschoben. In schwierigen Fällen kann der Behandler seinen Kopf zuhilfe nehmen. Die Entsprechungsübung, die der Patient zuhause machen kann geht so: Der Patient stellt sich im Ausfallschritt hin und belastet den vorwärts gerichteten Fuß und beugt das Knie auf 90°. Wenn das auf der ebene Schwierigkeiten macht, kann auch das abgewinkelte Bein auf einer Treppe oder einem Schemel abgestellt werden. Dann wird das Bein ober und unterhalb des Kniegelenkes fixiert und während der Streckung zusammengeschoben. Ein nochmals ausgeführter Beinlängenvergleich zeigt nun, ob es ein subluxiertes Kniegelenk war das zur Beinlängendifferenz geführt hat.

 

Angenommen, es besteht immer noch ein Beinlängen Unterschied, dann muss die Hüfte eingerichtet werden. Mein Erfahrungswert ist, dass es 75-80 % aller Fälle die Hüfte ist, die durch Fehlstellung den Beckenschiefstand und die scheinbare „Verlängerung“ des Beines verursacht.


 

Behandlung des Hüftgelenks


Zum Einrichten wird die Hüfte beim liegenden Patienten auf 90° angewinkelt. Die Hand des Behandlers oder des Patienten fixiert den Sitzknochen und dann lässt der Patient das Bein (locker!) in die Streckung fallen. Diese Übung kann analog auch im Stehen gemacht werden. Der Patient sollte angehalten werden, dass er anfangs immer, wenn die Hüfte kleiner als 90° gebeugt wurde, beide Hüftgelenke reponiert.

 

Grundsätzliches


Bei jeder Erstuntersuchung ist es von größter Wichtigkeit alle Gelenke durchzunehmen und nach versteckten Subluxationen zu forschen. So kann ein scheinbar gleich langes Beinpaar auf beiden Seiten Luxationen aufweisen. Es ist überaus wichtig am Anfang immer alle Gelenke zu behandeln, damit alle versteckten Subluxationen mit erfasst sind. Nur so schaffen wir stabile Verhältnisse.


Der Erfolg der nachfolgend geschilderten Wirbelsäulen Behandlung ist eng mit der Richtigstellung der Beinlängen verknüpft. Es ist ja auch logisch. Nur wenn beide Beine gleich lang sind, kann das Becken gerade stehen und die Wirbelsäule gerade halten....

 

 

Untersuchung des Beckens


Bei der eigentlichen Inspektion des Rückens steht der Patient nun gerade etwas nach vorne gestützt mit dem Rücken zum Behandler. Als Stütze eignet sich eine Sprossenwand am besten. Die Wirbelsäule wird eingeölt. Nun tastet der Behandler die Wirbelsäule auf Unregelmäßigkeiten ab. Eine gesunde Wirbelsäule ist symmetrisch. Jede Abweichung zeigt sich als Asymmetrie. Dann wird durch Auflegen beider Daumen am Beckenkamm der Stand des Beckens und des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks (ISG) kontrolliert.

 

Einrichten des Beckens

Steht das Becken schief, so wird dieses zuerst eingerichtet. Dazu wird der Beckenkamm an der höheren Seite mit beiden Unterarmen umschlungen. Während nun der Patient das Bein der gegenüberliegenden Seite locker vor und zurück schwingt, wird das Becken sanft nach vorne und unten gedrückt. Danach wird der Beckenstand wieder geprüft.


 

Einrichten des Kreuzbeins und des ISG


Nun erfolgt dasselbe Verfahren am Kreuzbein. Ist eine Verschiebung da, so wird sie, wie beim Becken einrichten beschreiben, reponiert. Der vorstehende Teil des Kreuzbeines wird sanft zurück geschoben, während das gegenüberliegende Bein locker vor und zurück schwingt. Der Patient kann auch angeleitet werden mit der Kante der Handwurzel am ISG entlang eine Selbstbehandlung vorzunehmen. Nach erfolgtem Einrichten wird wiederum geprüft, ob die Gelenkspalten des ISG symmetrisch sind.

 

Das ISG lässt sich aber auch ganz einfach im Liegen einrichten.

Diejenigen, die sich mit Reflexzonentherapie am Fuß auskennen, können den Stand des Ileosakralgelenkes am Fuß ertasten und je nach Eng - oder Weitstellung therapieren. Steht das ISG zu eng, dann wird das Bein des liegenden Patienten gestreckt und die Ferse fixiert. Dann wird mit einer Innenrotation des Fußes der Gelenkspalt erweitert. Umgekehrt, kann eine Aussenrotation bei gleicher Anordnung einen zu weiten Gelenkspalt enger stellen.

 

Untersuchung der Wirbelsäule


Jetzt wird mit beiden Daumen parallel zu den Dornfortsätzen die Wirbelsäule getestet. Die Dornfortsätze einer gesunden Wirbelsäule liegen in einer Flucht, wenn man seitlich mit beiden Daumen an ihnen entlangfährt. Die Querfortsätze sind an einer gesunden Wirbelsäule kaum tastbar. Steht jedoch ein Wirbelkörper falsch, dann verändert sich die Lage des Dornfortsatzes und der Querfortsätze. Dem geübten Behandler teilt sich das bei der Palpation (Abtastung) als konvex-konkave Abweichung mit. Wer in der Beurteilung unsicher ist, kann durch Markieren des Dornfortsatzes mit einem Stift die Krümmung genau sichtbar machen.

 


Einrichten der Wirbelsäule


LWS


Zum Einrichten der unteren Wirbelsäule (LWS) kommt eine spezielle Technik zur Anwendung. Dazu wird zunächst sanft mit dem Ellbogen, dann mit dem Daumen oder mit der Handkante eine kräftige Streichung neben den Dornfortsätzen geführt. Gleichzeitig wird der Patient angewiesen das gegenüberliegende Bein (also bei der Behandlung der rechten Rückenseite das linke Bein) locker aus der Hüfte vor und zurück zu schwingen. Durch die Dynamik der Beinbewegung lässt sich die Wirbelsäule leichter einrichten, so dass der Druck auf die Querfortsätze die Wirbel in die physiologisch richtige Position verschiebt. Die Frage, ob rechts oder links angefangen wird, kann so nicht gestellt werden. Es wird immer mit der Behandlung der konkaven Krümmung der Wirbelsäule angefangen. Zuerst werden die Streichungen cranial (zum Kopf hin) und dann caudal (zum Steißbein führend) geführt. Dann folgt dasselbe Verfahren auf der konvex gekrümmten Seite. Die LWS gilt dann als erfolgreich therapiert, wenn neben den Dornfortsätzen keine harten Partien mehr tastbar sind und das Durchfahren der Daumen keine Missempfindungen mehr bereitet. Die Behandlung des unteren Wirbelsäulen Segmentes (Kreuzbein Becken, LWS und untere BWS gilt als beendet, wenn die Dornfortsätze in eine Richtung stehen und keine Querfortsätze mehr als herausstehend tastbar sind.


BWS


Beim Einrichten der oberen Wirbelsäule (BWS und HWS) verfährt man am sitzenden Patienten ähnlich. Der Patient bewegt den Arm der gegenüberliegenden Seite (rechte BWS - linker Arm und umgekehrt) und zunächst wird die konkave Krümmung der BWS neben den Dornfortsätzen ausgestrichen. dann folgt dasselbe Verfahren auf der konvex gekrümmten Seite.  Dann wird der Patient angewiesen beide Arme gegenläufig zu schwingen (wie beim Marschieren) Der Behandler fährt am caudal mit beiden Daumen parallel bis zum Muskelansatz des Trapezius. Das ist eine sehr wirksame Behandlung des „Hormonbuckels“ 

 

Die Schulter


Die Schulter wird eingerichtet, indem sie 90° abduziert und mit Rotationsbewegungen in das Gelenk gedreht wird


HWS


Die HWS wird ebenfalls am sitzenden Patienten reponiert. Dazu werden  mittels verschiedener Techniken die Querfortsätze bewegt, während der Kopf des Patienten aktiv oder passiv in leichter schüttel-Bewegung mobilisiert wird. Der Patient sitzt aufrecht und bewegt den Kopf in langsamen „nein-nein“ Bewegungen (Kinn ganz nach rechts und ganz nach links führen) während der Behandler die Flache Hand an den Enden der Querfortsätze anlegt und bei jeder Bewegung überstehende Querfortsätze sanft in die richtige Position schiebt. Diese Übung kann dem Patienten auch für zuhause gezeigt werden. Dazu langt der Patient zuerst mit der linken Hand an die rechte Halsseite und fixiert mit der flachen Hand die Enden der Querfortsätze der HWS. Nun wird langsam der Kopf nach rechts und links (nein-nein) bewegt und dann die Seite gewechselt. Die HWS reponiert sich von selbst.

 

Zusammenfassung


Zu den Spynamics lässt sich zusammenfasend sagen, dass immer erst die Subluxation des scheinbar längeren Beines und ein eventueller Beckenschiefstand behandelt werden muss, bevor man darangeht die Wirbelsäule gerade zu richten. Die Wirbelsäule wird grundsätzlich mit der dynamischen Technik eingerichtet.

Diese Methode ist so effizient, das sogar ausgeprägte Skoliosen gerade gestellt werden können. Dazu bekommt der Patient allerdings die Aufgabe jeden Tag zuhause die Wirbelsäule nachzustellen.

Durch die Dynamik der Behandlung ist es - im Gegensatz zur Chiropraktik - relativ selten, dass die von Belastungsmustern geprägte Muskulatur den reponierten Wirbel wieder in die alte (falsche) Stellung zieht. Hausaufgaben, die den Patienten befähigen sich auf die neue (richtige) Stellung der Wirbel und Gelenke einzustellen, bewirken darüber hinaus, das der Patient auch die Verantwortung für sich und seinen Körper übernimmt.

 

 

Der Behandler gibt

nur den Anstoß zur Heilung,

die Heilung an sich

muss vom Patienten selbst kommen.

 


Nachbehandlung


Es ist ungeheuer wichtig, dass der Patient bis zur völligen Beschwerdefreiheit mindestens einmal in der Woche zum Nachschauen kommt, damit keine neuen Fehlhaltungen antrainiert werden.

 

Mögliche Reaktionen

Wie bei allen Naturheilverfahren, kann es nach der Behandlung zu einer Erstverschlimmerung im Sinne einer  Heilreaktion kommen. Oft ist es auch Muskelkater, weil die nun frei werdende Milchsäure aus dem Gewebe abgebaut werden soll. Zur Vorbeugung kann man direkt nach der Behandlung Rhus toxicodendron D200; 5 Globuli einnehmen. Bei anhaltenden Muskelschmerzen hilft auch ein warmes Bad mit 1 Tasse Meersalz und 20 Tropfen  Lavendel

 

Vorteile von Spynamics

gegenüber Chiropraktik


1.           es werden keine Bänder und Sehnen überdehnt

2           es werden keine neuen Subluxationen gesetzt

3.          Der Patient wird aktiv in den Heilungsprozess einbezogen und              kann neue Haltungsmuster erlernen

 


Verhaltensregeln nach der Behandlung mit  Spynamics


Was sollte ein Patient nach einer Behandlung mit Spynamics auf keinen Fall tun? Nach einer Behandlung sollte er  einseitige Bewegungsabläufe meiden und auf keinen Fall schwere Lasten heben. Die als schädlich erkannten Bewegungsmuster sollten vermeiden werden. zB Lastenwechsel von rechts nach links wenn vorher sehr viel mit der rechten Hand getragen wurde

 

Gegenanzeigen


Wie bei jeder Naturheilmethode gibt es auch bei den Spynamics Indikationen, bei denen jede Manipulation an Wirbel und Gelenken unterbleiben muss.


1.            Akute Gelenkentzündung zB bei Rheumaschüben

2.            Akuter Gichtanfall

3.          Bandscheibenvorfall, wenn bereits Sensibilitätsstörungen                vorhanden sind. (OP erforderlich!)

 


 

Selbstbehandlung mit Spynamics


Wenn langjährig eingeschliffene Behandlungsmuster aufgelöst werden sollen, ist es nötig, dass der Patient zuhause Übungen durchführt, die den Behandlungserfolg sicherstellen helfen.

Bei ungleich langen Beinen heißt das, dass die Beingelenke und das Becken und die Hüfte immer wieder nachgestellt werden müssen, bis der Körper die richtige Position erlernt hat und hält.

 

Selbstbehandlung des Sprunggelenkes


Das Einrichten des Sprunggelenkes geschieht so, dass der Patient einen Ausfallschritt macht und den ganzen Fuß des nach vorne gestellten Beines mit der ganzen Sohle fest aufsetzt. Dann wird das ganze Bein nach vorne gezogen, wobei sich das Gewicht Richtung Zehenspitze verlagert. Durch eine Rotationsbewegung (Innen und Aussen-rotation) wird das Sprunggelenk in die Gelenkpfanne eingedreht. Damit wird das Gewicht wieder in Richtung Ferse verlagert. Wichtig! Es werden immer beide Beine eingestellt!!!

 

Selbstbehandlung des Kniegelenkes


Das Einrichten des Kniegelenkes geschieht am besten mit einem niedrigen Hocker oder mit einer Treppe. Gelenkige Patienten können das auch auf dem ebenen Fußboden durchführen. Ausfallschritt. Das vordere Knie wird 90° angewinkelt. Die obere Hand drückt auf die Kniescheibe die untere Hand fasst unterhalb des Knies an die Wade. Dann wird das Kniegelenk unter leichtem Druck von beiden Händen in eine Streckung (180°) gebracht. Eine zweiter, einfacherer Handgriff geht so: Die untere Hand bleibt unterhalb der Wade, die obere Hand ist oberhalb des Kniegelenks auf dem Oberschenkel. das Knie ist 90 ° gebeugt. Bei der Streckung auf 180° wird das Kniegelenk ineinander geschoben.

 

Selbstbehandlung des Hüftgelenks


Das Hüftgelenk kann im Liegen oder im Stehen eingerichtet werden. Der Ablauf ist derselbe. Die Hüfte wird 90° angewinkelt. Die seitengleiche Hand (zB re Hüfte = re Hand) fasst von der Seite unter den  Sitzknochen und zieht ohne Anstrengung kopfwärts, während das Bein locker abgelegt, bzw. abgestellt wird.


 

Selbstbehandlung der Wirbelsäule

 

LWS

Die LWS kann eingerichtet werden, indem der Patient sich auf zwei gleich hohen Holmen (zB hohe Stuhllehnen) aufstützt und beide Beine gegenläufig schwingt.

 

BWS

Die Brustwirbelsäule kann ebenfalls zuhause nachgestellt werden, indem sich der Patient so an eine Möbelecke oder Wandecke lehnt, dass der Druck rechts oder links von den Dornfortsätzen spürbar ist. Dann bewegt er den gegenüberliegenden Arm, während die Wirbelsäule ganz langsam vor und und zurück bewegt wird.

 

HWS

Die Halswirbelsäule wird durch leichtes Schütteln des Kopfes einrichtet während die flachen Hände an den Enden der Querfortsätze fixieren. Die HWS richtet sich dadurch selbst ein.

 

 

Eine sehr bewährte Übung für die HWS, die dem Patienten gezeigt werden kann geht so:

 

VITA ÜBUNG

 

Der Patient sitzt aufrecht auf einem Stuhl eine (möglichst laut tickende) Uhr in Sichtweite. Wichtig bei der Übung ist, dass, wenn man erst einmal angefangen hat, der Kopf nur passiv bewegt werden sollte!

 

Zunächst wird der Kopf locker nach rechts fallen lassen. Man konzentriert sich nur auf den gedehnten linken Halsmuskel. Nach 60 Sekunden führt man die rechte Hand zum Oberkopf und drückt sanft den Kopf weiter nach rechts. Das wird wieder 60 Sekunden gemacht. Dann fasst die linke Hand auf die rechte, die rechte Hand langt an die rechte Kopfhälfte und beide Hände nehme behutsam den Kopf und drücken ihn in die aufrechte Position. Dann fühlt man 15 Sekunden wie sich die Halswirbelsäule jetzt anfühlt. Dann macht man dieselbe Übung nach links. Wieder 15 Sekunden Pause zum Spüren der HWS.  Nun wird der Kopf 60 Sekunden sanft nach hinten fallen lassen (Achtung, bei Problempatienten vorher in der Praxis ausprobieren!) Die Konzentration liegt jetzt auf der Hals-Vorderseite. Bei der Verstärkung - ebenfalls 60 Sekunden -  liegen beide Hände flach auf der Stirn. Zum gerade stellen geht eine Hand an den Hinterkopf und drückt den Kopf sanft in die aufrechte Stellung. Wieder 15 Sekunden Pause zum Spüren, was sich in der HWS getan hat.  Dann wird 60 Sekunden der Kopf nach vorne fallen lassen, danach wird 60 Sekunden lang mit  beiden Händen der Druck verstärkt und dann wieder mit beiden Händen der Kopf gerade gestellt. Danach wird erst der Kopf 10 mal  nach rechts rotiert, dann 10 mal nach links, dann werden die Schultern 10 mal nach vorne und danach 10 mal nach hinten rotiert. Diese Übung sollte bei HWS-Problemen mindestens einmal am Tag gemacht werden.

 

 

Psychische Bezüge zu den einzelnen Wirbeln

C1

Kronen-Chakra - fehlende Übersicht - Probleme mit dem Schöpfer - will alles mit dem Kopf erfassen

 

C2

Stirn-Chakra - fehlende Weitsicht -will nicht hinsehen oder überfordert die Augen

 

C3/4

Will nicht zuhören - hat keinen festen Standpunkt - schwankend - verliert den Halt - Schuldgefühle

 

C5/6

Hals-Chakra - kann nicht gut reden - kann sich nicht durchbeissen - Klossgefühl im Hals

 

C7

Lässt sich demütigen - fühlt sich unterdrückt - leidet still - wehrt sich nicht

 

Th1

Überlastet sich gerne - Schultern tragen viel - macht alles selbst - kein Vertrauen

 

Th2

Herz-Chakra - kann nicht liebevoll sein - verschliesst sein Herz - hartnäckig - freudlos

 

Th3

Will nichts für sich - stellt sich zurück - will nicht durchatmen - keine eigene Meinung

 

Th4

Innere Wut - lässt nichts raus - zielstrebig - verbittert - hart zu sich selbst

 

Th5

Sorge um andere - Probleme mit dem „inneren Kind“ - vernachlässigt vitale eigene Interessen - immer traurig - weint viel

 

Th6/7

Schluckt viel - lässt nichts raus - inneres Aufbäumen -verliert sich in Süchte: Essen und Trinken

 

Th8

Energie Chakra - macht sich Sorgen - starr - läßt den Fluss des Lebens nicht zu

 

Th9

Unterdrückt eigene Agressivitiät - macht Vorwürfe - wird allergisch

 

Th10

Partnerschaftsprobleme mit Eltern -Ehepartner - Kinder - Kollegen - Nachbarn - Mitmenschen

 

Th11

Kontaktprobleme - Unsicherheit - sieht immer die eigenen Schwächen - ängstlich - Beziehungsangst

 

Th12/L1

Neuanfang fällt schwer - ängstlich - kann vergangenes nicht loslassen zB Eltern - Ehepartner - Menschen - Tiere - Wohnort - Besitz - Arbeit - Beruf

 

L2

Verkrampft sich schnell -Panikgefühle

 

L3/4/5

Sexualchakra - Sexuelle Probleme - Trägheit im verdauen - fehlende Geborgenheit - Schuldgefühle

 

Kreuzbein

Wie trage ich die Last des Lebens - Problem: Beinlängendifferenz/Beckenschiefstand - sitzt schlecht und oft zu viel - Beine werden gerne übereinander geschlagen

 

Steißbein

Basis Chakra - Probleme: Wenig Verbindung zu Mutter Erde - nicht „geerdet“